Daily Nugget – 02.11.2015

Nugget, Episode 256, 02.11.2015: Kein gutes Wochenende für die Schiedsrichter – der Anchorman, Markus Gaupp (SKY), ist dennoch kein Freund des Video-Beweises. Wie auch nicht von Kinobesuchen.

Ein Kommentar

  1. Ich muss ja zugeben, von der Diskussion um den Videobeweis mittlerweile sehr gelangweilt zu sein. Das ist natürlich kein Vorwurf an Euch – ich selber habe die einfach schon viel zu oft geführt. Und immer wieder dieselben paar Argumente ausgetauscht. Denn es gibt schlichtweg gute und bedenkenswerte Argumente für beide Sichtweisen. Und zu denen hat sich auch seit Jahren kein neues gesellt. Man müsste diese Argumente jetzt endlich mal in einem öffentlichen Diskurs abwägen und einer demokratisch (oder wenigstens sonstwie) legitimierten Entscheidung zuführen. Und zu dieser Entscheidung dann stehen. Leider ist die FIFA dazu nicht in der Lage. Und so werden sich die beiden Lager auch weiterhin Argumentationsbrocken um die Ohren hauen.

    Was mir allerdings ernsthaft nicht in den Kopf will ist, dass sich ansonsten intelligent wirkende Menschen immer wieder (zentral) dieses Scheinarguments bemächtigen, auch Zeitlupen seien ja nicht immer zweifelsfrei zu interpretieren. Was für ein Schwachsinn von Argument soll das denn bitte sein? Das hat doch auch nie einer behauptet.

    Mir ist keine einzige Sportart mit Videobeweis bekannt, in der nicht die Regel herrscht, die Videobilder müssten die Entscheidung auf dem Feld schon eindeutig als falsch darstellen, damit diese abgeändert werden kann. Eine Zeitlupe ergibt kein zweifelsfreies Resultat? Na, dann bleibt es eben bei der ersten Entscheidung des Schiedsrichters. Das ist kein Argument. Das ist sinnloser Verbrauch von Sauerstoff.

    Der Rückgriff auf Videobilder erweitert die Wahrnehmungsmöglichkeiten der Unparteiischen. Erweitert heißt, sie bleiben weiterhin endlich. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ob man für diesen Vorteil die unbestritten vorhandenen Nachteile in Kauf nehmen will, wie gesagt, das muss man abwägen.

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